| Fanconi Anämie (Panmyelopathie
Fanconi) ist eine seltene autosomal rezessiv vererbare
Krankheit die durch kongenitale Fehlbildungen, chronische
normochrome makrozytäre Anämie, Leukozytopenie und
Thrombozytopenie charakterisiert ist. Weitere Symptome sind
Minderwuchs, Hypogenitalismus, Mikrozephalie, Hypo- oder Aplasie
des Daumens und Radius, Nierenfehlbildungen und fleckförmige
Pigmentanomalien der Haut.
Von den mindestens acht
Komplementationsgruppen (FA A-H) sind Mutationen in FA-A für
60-65% der Fanconi Anämiefälle verantwortlich1,2).
Das Fanconi Anämie Gruppe A Gen (FANCA) kodiert ein 1455
Aminosäuren großes Protein. Es liegt auf 43 Exonen und auf
über 80.000 Basen des Chromosoms 16q24,3 verteilt3).
Mehr als 100 individuelle Mutationen, sowohl in den
proteinkodierenden Exonen, als in den Intronsequenzen wurden bei
Fanconi Anämie Patienten detektiert5). Sie
beinhalten Basensubstitutionen die zu
Aminosäuren-Veränderungen und splice-site Mutationen führen.
Ebenso entstehen Insertionen und Deletionen die zu frame shift
Mutationen führen. Es wurden ebenfalls große genomische
Deletionen über mehreren Exone festgestellt6).
Das Screening des FANCA Gens auf
Mutationen liefert eine Bestätigung der Diagnose von Fanconi
Anämie und ermöglicht das prenatale Aufspüren von pathogenen
Mutationen und klinisch unauffälligen Trägern von mutierten
Allelen unter Verwandten von Fanconi Anämie-Patienten.
Bei Verdacht auf Fanconi Anämie
der Komplementationsgruppe A, werden zunächst die Exone 13, 27,
29 und 34-38 aus der genomischen DNA des Patienten amplifiziert
und sequenziert. Diese Gruppe von Exonen deckt 67% der
publizierten Mutationen ab. Bei Ausschluss von Mutationen in
diesen Exonen können die restlichen 35 proteinkodierenden Exone
auf Mutationen untersucht werden. Dies erfolgt in der
Reihenfolge der Frequenz der publizierten Mutationen*: Exon 1,
6-8, 11, 15-17, 19, 20, 32, 39, 42 und 43 (25% der publizierten
Mutationen); Exon 4, 5, 9, 10, 14, 18, 22- 26, 28, 40 und 41 (8%
der Mutationen); und Exon 2, 3, 12, 21, 30, 31 und 33 (bisher
keine Mutationen gefunden)5).
*Die Mutationsfrequenz ist vom
ethnischen Hintergrund des Patienten abhängig und sollte
mitgeteilt werden.
Ausschluss oder Bestätigung von
Mutationen in den Exon-Gruppen liegen in der Regel innerhalb von
zwei Wochen nach Eingang des Untersuchungsmaterials vor.
1) Levran
et al. (1997) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 94:13051-13056.
Sequence variation in the Fanconi anemia gene FAA.
2) Morgan et al. (1999) Am. J. Hum. Genet. 65:1330-1341.
High frequency of large intragenic deletions in the Fanconi
anemia group A gene.
3) Pronk et al. (1995) Nature Genet. 11:338-340.
Localization of the Fanconi anaemia complementation
group A gene to chromosome 16q24.3.
4) Ianzano et al. (1997) Genomics 41:309-314.
The genomic organization of the Fanconi anemia group A (FAA)
gene.
5) Fanconi Anemia Mutationen Datenbank, Rockefeller
University Hospital, New York.
6) Morgan et al. (1999) Am. J. Hum. Genet. 65:1330-1341.
High frequency of large intragenic deletions in the Fanconi
anemia group A gene.
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bevorzugen wir 0.5 ml EDTA-Vollblut, das ungekühlt an uns
verschickt werden kann. Auch kann anderes Untersuchungsmaterial
wie Gewebebiopsien oder in Paraffin eingebettetes Material zur
Analyse herangezogen werden. Eine vorherige Absprache über
Probennahme und Versand ist notwendig. |
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Selbstverständlich steht Ihnen dieser Service 7 Tage in der
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